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In verschiedenen Leitfäden wurden Maßnahmen zusammengestellt, um einen verantwortungsvollen Umgang mit möglichen Risiken zu gewährleisten. Im Zentrum stehen Substitutionsmöglichkeiten, technische Maßnahmen zur Expositionsminimierung wie z.B. die Arbeit in geschlossenen Systemen, organisatorische Maßnahmen und persönliche Schutzmaßnahmen. Auf dieser Seite finden Sie nationale und internationale Leitfäden zum Arbeitsschutz und zur Arbeitssicherheit.
Die BAuA unterhält als zuständige Bundesoberbehörde eine eigenes Webportal zum Thema Nanotechnologien am Arbeitsplatz, auf dem übersichtlich aktuelle Informationen zu Fragen des Arbeitsschutzes, zur Regulierung, zu Projekten und Veröffentlichungen gesammelt sind.
Derzeit laufen Forschungsprojekte zur Exposition mit ultrafeinen Partikeln, zur Charakterisierung ultrafeiner Stäube sowie zur Optimierung der Messung von Nanopartikeln an Arbeitsplätzen.
Im Bereich Rechtsrahmen gibt es eine Übersicht von nationalen und EU-weiten Gesetzen, die laut der BAuA Relevanz für den Arbeitsschutz besitzen.
Die BASF hat einen "Leitfaden zur sicheren Herstellung und bei Tätigkeiten mit Nanopartikeln an Arbeitsplätzen in der BASF SE" veröffentlicht. Wichtigster Aspekt ist die Herstellung der Nanomaterialien in geschlossenen Systemen. Sofern sich der Kontakt mit Nanomaterialien nicht vermeiden lässt, werden persönliche Schutzausrüstung und technische sowie organisatorische Maßnahmen zur Expositionsminimierung festgelegt. Weiter Information finden Sie in dem Dokument.
Bereits 2004 veröffentliche das BGIA einen Beitrag zur Bewertung von Atemschutztechnik. Bei Exposition am Arbeitsplatz wurden neben Mikro- und Feinstäuben auch Ultra-Feinstäube erfasst. Nach dem Test des Berufsgenossenschaftlichen Instituts für Arbeitssschutz lassen sich über 99 % der feinen und ultrafeinen Partikel durch geeignete Filter abhalten.
Link zum Artikel 2004 (.pdf 1,59 MB)
Auf der aktuellen Übersichtsseite zu "Ultrafeine Aerosole und Nanopartikel am Arbeitsplatz" finden Sie eine Zusammenstellung von Veröffentlichungen und Fachvorträgen.
Im Juni 2009 wurde ein Übersichtsbericht von der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) zum Thema „Nanopartikelexposition am Arbeitsplatz“ herausgegeben, der bestehende Literatur zusammenführt.
Vor allem die weitere Erforschung von Risiken am Arbeitsplatz im Zusammenhang mit Nanopartikeln, die Standardisierung von In-Vitro-Tests als geeignetes Untersuchungswerkzeug von Gesundheitsrisiken und die Ausbildung von Fachkräften zum Umgang mit Nanopartikeln am Arbeitsplatz werden als zukünftiges Arbeitsziel herausgestellt.
In ihrer Mitteilung „Regulatory Aspects of Nanomaterials“ (SEC (2008) 2036) nimmt die Kommission auch Stellung zu Fragen der Arbeitssicherheit.
Zum einen wird auf die Rahmenrichtlinie 89/391/EWG verwiesen, die Arbeitgeber bereits zu verschiedenen Sicherheits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen verpflichtet, sobald Arbeitnehmer bei der Herstellung und Verwendung von Chemikalien beteiligt sind. Nanomaterialien fallen vollständig unter diese Richtlinie, Arbeitgeber müssen daher
Spezifischere Zusatzrichtlinien mit Relevanz für nanotechnologische Bereiche werden ebenfalls gelistet:
Das Öko-Institut e.V. hat 2009 für das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung einen Leitfaden für den Umgang mit Nanomaterialien in der Farb- und Lackindustrie erstellt. Ausgearbeitet wurden praxisorientierte Handlungsempfehlungen unter anderem zum Arbeits- und Umweltschutz, zur Lagerung sowie zur Kommunikationsverbesserung entlang der Wertschöpfungskette.
Das FIOH hat im Rahmen des NANOSH-Projektes mehrere Berichte zur Charakterisierung von verschiedenen Nanopartikeln, zu negativen Effekten sowie zur Bewertung und Kontrolle von Arbeitsplatzrisiken veröffentlicht.
FIOH ist Veranstalter der 4. Internationalen Konferenz "Nanotechnology - Occupational and Environmental Heath", die im August 2009 in Helsinki stattfindet.
GoodNanoGuide ist eine Internetplattform, die aktuelles Wissen zum Thema Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sammelt.
Die Internetplattform wurde vom International Council on Nanotechnology (ICON, USA) ins Leben gerufen und basiert auf der Idee, das Expertenwissen eingespeist werden kann und sich die Plattform somit interaktiv weiterentwickeln kann. Je nach Wissensstand kann der Benutzer unterschiedlich tief in das Thema eintauchen (Einsteiger, Vorwissen vorhanden, Experte).
Momentan steht noch eine vorläufige Seite online (englische Sprache).
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Der von der Baden-Württembergischen Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) herausgegebene Leitfaden trägt die wichtigsten Erkenntisse und die Entwicklung bis Herbst 2009 zum Arbeitsschutz im Umgang mit Nanomaterialien auf übersichtliche Weise zusammen. Sowohl definitorische, regulative und arbeitssicherheitsrelevante Aspekte werden bei der Zusammenstellung berücksichtigt. Der Leitfaden ist 34 Seiten lang und bietet somit eine übersichtliche Zusammenfassung.
Das Nationale Institut für Arbeitsschutz und Gesundheit (NIOSH) unterhält Forschungsprogramme zum Thema Arbeitsschutz und Messverfahren. Es entwickelt Leitfäden zum sicheren Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz und stellt eine Online-Bibliothek zu Nanotechnologien zur Verfügung. Kernfragen der amerikanischen NIOSH sind:
Wie interagieren Nanopartikel mit dem Körper?
Welche Effekte können Nanopartikel auf den Körper haben?
Bereits im Jahr 2007 veröffentlichte das NIOSH einen umfassenden Bericht zum Thema Arbeitsschutz im Bereich Nanotechnologien. 2009 wurde ein Update dieses Berichts publiziert, der die 2007 angestoßenen Projekte dokumentiert und über die seither erzielten Forschungserfolge berichtet. Insgesamt werden Ergebnisse von 43 Projekten, die sich auf den Arbeitsschutz beziehen, vorgestellt und darüber hinaus werden verschiedene Kooperationen zwischen Wissenschaft, Politik und Unternehmen, in die das NIOSH integriert sind, diskutiert.
Link zum Bericht von 2007: "Progress Toward Safe Nanotechnology in the Workplace" (engl., pdf)
Aktuell befindet sich eine überarbeitete Studie von NIOSH online, die Empfehlungen unter dem Titel "Approaches to Safe Nanotechnology" zusammenfasst.
Link zur Studie (.pdf, 1.5 MB)
In dem von der Oxford University Press veröffentlichten Wissenschaftsjournal geht es um Gesundheitsgefahren und -risiken am Arbeitsplatz. 2006 erschien "Nanotechnology: The Next Big Thing, or Much Ado about Nothing?", ein aufschlussreicher Bericht von Andrew Maynard.
Arbeitsschutzmaßnahmen müssten den jeweils verwendeten Materialien angepaßt werden, da keine Universallösung existiere, so Maynard. Insbesondere stellen die unterschiedlichen Wirkungsweisen der selben Nanomaterialien in verschiedenen Strukturen eine Herausforderung dar. Um herkömmliche Arbeitsschutzmaßnahmen an Nanotechnologien anzupassen, müssen Strategieansätze ergriffen werden: 1. Die Wirksamkeit der Schutzmechanismen muss sicher gestellt werden. 2. Risiken müssen trotz Unsicherheiten über ihr Ausmaß in den Bewertungsprozeß einbezogen werden. Der Autor schlägt hierzu vor, das sogenannte Control Banding auf Nanomaterialien anzuwenden. Dabei werden die Materialien in verschiedene "Bänder" eingeteilt, denen jeweils Vorschriften für den Umgang zugeordnet werden. Um die Unsicherheiten im Bezug auf die Risiken letztlich auszuräumen, wird eine systematische Forschung angeraten.
Die schweizerische SUVA hat verschiedene Dokumente und Leitfäden zum sicheren Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz auf Ihrer Internetseite zusammen gestellt. Die Empfehlungen konzentrieren sich vor allem auf den Umgang mit Nanopartikeln. Der 2007 erschienene Bericht "Nanopartikel an Arbeitsplätzen" wurde im September 2009 mit neuen Erkenntnissen wiederveröffentlicht und bietet einen komprimierten Überblick auf neun Seiten zum Thema. Im März 2009 stellte die SUVA ihre Ergebnisse einer Umfrage unter Schweizer Unternehmen zum Ist-Zustand der Nanotechnologien in der Schweiz vor. Die Studie zeigt erstmals, wieviele Arbeitnehmer in welchen Bereichen der Industrie mit Nanopartikeln arbeiten. Verschiedene Publikationen und Pressemitteilungen wurden hierzu online gestellt. Zusätzlich kann man sich auf der Webseite einen informativen Videobeitrag zur Messung von Nanopartikeln ansehen.
Link zum Bericht "Nanopartikel an Arbeitsplätzen" (.pdf, 148 KB)
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In der von Conti et al. 2008 veröffentlichten internationalen Umfrage zeigte sich eine große Divergenz an Programmen zum Schutz der Mitarbeiter. So wurden in einem Teil der befragten Unternehmen eigene Programme zum Schutz vor Nanorisiken etabliert, während andere Unternehmen über keinerlei Schutzmaßnahmen verfügten. Die Einschätzung von Risiken variierte stark. Die Autoren beschrieben eine Korrelation zwischen dem Wissensstand der Befragten und den eingesetzten Maßnahmen.
Link zur Downloadseite der Studie