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Die North Carolina State University hat in Kooperation mit der Arizona State University eine Umfrage mit 849 Teilnehmern durchgeführt. Ziel dieses Surveys war es, Einstellungen der Öffentlichkeit bezüglich medizinischer Anwendungen und physikalischen Erweiterungen, die auf Nanotechnologien basieren, herauszufinden.
Die Umfrageergebnisse zeigen folgendes:
Das Woodrow Wilson International Center for Scholars hat im Rahmen des "Projects on Emerging Nanotechnologies" eine große Umfrage zum Thema öffentliche Wahrnehmung und Einstellung zu Nano- und synthetischer Biotechnologie veröffentlicht. Im Zuge eines Telefonsurveys wurden über 1000 Erwachsene in den USA befragt. Darüber hinaus wurden in den Bericht die Daten von zwei Fokusgruppen zum gleichen Thema einbezogen.
Die Ergebnisse zeigen, dass 90% der Befragten es für wichtig erachten, dass die Bevölkerung besser über neue Technologien informiert wird.
Link zur Zusammenfassung der Umfrage
Link zur Nanotechnologieseite des Woodrow Wilson International Center
Die Studie "A Report Of Findings" analysierte die Wahrnehmung und Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger zu Nanotechnologien und zur synthetischen Biologie. Fast die Hälfte der Befragten (49%) hat gar keine Kenntnisse über Nanotechnologie und 24% haben sehr wenige Kenntnisse. Diejenigen, die mehr wissen, sind der Meinung, dass die Vorteile die Risiken überwiegen. Die anderen haben sich dazu nicht geäußert.
Die öffentliche Wahrnehmung von synthetischer Biologie ist deutlich geringer als die von Nanotechnologie. 67% der Amerikaner wissen gar nichts über das Thema "Synthetische Biologie". 22% haben wenige Kenntnisse darüber und 9% behaupten, dass sie viel davon gehört haben. 29% der Befragten glauben, dass sich Nutzen und Risiken die Waage halten werden. Wie im Fall der Nanotechnologie, haben die, die Kenntnisse zu dem Thema haben, eine positive Einschätzung.
Die amerikanische Onlinebefragung mit 1800 Befragten machte deutlich, dass der Bekanntheitsgrad von Nanotechnologien in den Vereinigten Staaten noch sehr niedrig ist. 53% der Befragten hatten den Begriff noch nie gehört, während 28% nur vage Vorstellungen hatten. 14% wussten zumindest "etwas" und nur 5% behaupteten von sich, viel zu wissen. 53% sehen mehr Nutzen als Risiken, in den Nanotechnologien. 11% sind sich nicht sicher und 36% befürchteten mehr Risiken als Nutzen. Dabei zeigt sich bei geringer Informiertheit eine Bindung an die Meinung zu ähnlich wahrgenommenen Themen und Voreinstellungen. Bei größerer Informationsverfügbarkeit wird die Einstellung vornehmlich durch Wertvorstellungen beeinflusst. Eine Stärkung des öffentlichen Diskurses wird empfohlen. Dazu sollen wissenschaftliche Informationen jeder sozialen Gruppierung in angebrachter Form zur Verfügung gestellt werden.
Um die Ergebnisse der Untersuchung aus dem Jahr 2004 zu ergänzen, wurde diese Befragung vom Woodrow Wilson Center durchgeführt. Der größte Nutzen der Nanotechnologien wird in der Medizin vermutet, gefolgt von der generellen Verbesserung aktueller Produkte. Der Wunsch nach mehr Informationen wird von der Besorgnis getragen, dass viele nanotechnologisch behandelten Produkte existieren, ohne dass die Öffentlichkeit informiert wurde. Die Forderung nach stärkerer Regulierung wird von mehr als der Hälfte der Befragten geäußert. Dabei wird den Behörden generell wenig Vertrauen entgegengebracht. Es wird vermutet, die Industrie könne Produkte ohne ausreichende Prüfung auf den Markt bringen. Um das öffentliche Vertrauen zu vergrößern, wird die Empfehlung gegeben, erstens mehr Tests vor der Markteinführung durchzuführen und zweitens mehr Informationen bereit zu stellen.
Zu ähnlichen Ergebnissen wie Cobb and Macoubrie 2004 kommt die Befragung von Edna Einsiedel, die in zwei repräsentativen Studien die Einstellungen von Amerikanern und Kanadiern im Jahr 2005 verglichen hat. Generell ist eine positive Einstellung erfassbar. Diese wird jedoch in einem recht frühen Stadium der Einführung einer neuen Technologie als relativ instabil bezeichnet. Um die sich festigenden Meinungen zum Positiven tendieren zu lassen, sind ausreichende Informationen und eine sozial verträgliche Einbettung der Nanotechnologien notwendig.
Im Survey von Cobb/Macoubrie 2004 zeigen sich insgesamt positive Tendenzen in der Wahrnehmung von Nanotechnologien. Erwähnenswert ist die Tatsache, dass ca. 80% der Befragten angaben, nichts oder wenig über Nanotechnologien gehört zu haben. Dennoch zeigte sich in der Telefonumfrage mit 1596 Befragten generell eine positive Sichtweise. Der Nutzen (40%) wird häufiger mit Nanotechnologien verbunden als mögliche Risiken (22%). Dies könnte laut den Autoren durch eine positive Berichterstattung beeinflusst werden. Darauf aufbauend wird die Empfehlung ausgesprochen, dass ausreichend objektive Daten verfügbar sind. Dies soll eine Urteilsbildung möglichst frei von subjektiven Eindrücken ermöglichen.
Woodrow Wilson Center
Das amerikanische Woodrow Wilson Center lies seit 2004 verschiedene repräsentative Umfragen im Bereich Nanotechnologien durchführen. Auf der Übersichtsseite zum Thema finden sich die Studien zum Download.