Nationale administrative Akteure und Aktivitäten

Auf dieser Seite finden Sie eine Auflistung bedeutender nationaler Akteure im Bereich Nanotechnologien. Es handelt sich um eine Auswahl. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben.

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)

Die Bundesanstalt für Materialforschung (BAM) ist eine Bundesbehörde und für die öffentlich-technische Sicherheit zuständig. Die BAM berät in direkter Linie die Bundesregierung, arbeitet bei der Regelsetzung mit (Gesetze, Verordnungen, Normen) und ist zuständig für die Entwicklung von Referenzverfahren und Referenzmaterialien.

Auf dem Gebiet der Nanotechnologien hat die BAM u. a. einen Arbeitskreis Nanotechnologie eingerichtet, der sich mit folgenden Inhalten beschäftigt:

  • Präparation und Synthese nanoskaliger Werkstoffe, insbesondere Kompaktmaterial, Pulver, Fullerene, Nanotubes, nanoskalige Schichten
  • Strukturierung von Oberflächen und Schichten
  • Entwicklung und Validierung nanoanalytischer Verfahren
  • Herstellung und Zertifizierung von Referenzmaterialien
  • Organisation von Ringversuchen
  • Vorbereitung und Entwicklung von Normen (DIN, CEN, ISO)

Die BAM listet auf ihrer Webseite alle weltweit verfügbaren, nanoskaligen Referenzmaterialien. In der Datenbank sind derzeit ca. 65 verschiedene, zertifizierte Referenzmaterialien aufgeführt, die jeweils mit vollständigem Datenblatt und Angaben zum Hersteller bzw. Anbieter verlinkt sind. Sie wird regelmäßig aktualisiert. Die Seite ist in englischer Sprache verfügbar.

Link zur der Referenzmaterialienseite der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)

Link zur Pressemitteilung der BAM-Referenzmaterialienliste

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Die BAuA führte gemeinsam mit dem VCI 2006 eine Befragung zu Anwendungen der Nanotechnologien in der Industrie durch. Die BAuA ist Mitinitiator der koordinierten Forschungsstrategie zu Gesundheits- und Umweltrisiken durch Nanotechnologien. Die Forschungsstrategie wurde gemeinsam von der BAuA, dem BfR und dem UBA entwickelt. Die BAuA hat außerdem eine umfangreiche Webseite mit Informationen rund um den Arbeitschutz aufgebaut. 

Im IV. Quartal 2009 soll, wieder in Zusammenarbeit mit dem VCI, eine Folgestudie durchgeführt werden. Bereits gewonnene Erkenntnisse aus der letzten Befragung sollen bereits berücksichtigt werden.

Link zur Meldung der Folgestudie 

Im August 2010 hat die BAuA auf ihrer Webseite Handlungshilfen für den Umgang mit Nanomaterialien herausgegeben.

Link zu den Handlungshilfen auf der Webseite der BAuA

Die BAuA – genauer der Fachbereich 4 „Gefahrstoffe und biologische Arbeitsstoffe“- hat im November 2010 einen Bericht mit dem Titel „Forschung und Entwicklung zu Nanomaterialien am Arbeitsplatz“ im Rahmen der 3. NRW Nano-Konferenz vom September 2010 in Dortmund veröffentlicht. Im Rahmen dieser Aktivitäten mit Nanomaterialien verpflichtet sich die BAuA, über die gesetzlichen Vorgaben hinaus, zur Einhaltung der Prinzipien der NanoKommission.

Link zum Bericht (.pdf, 224 KB)

Link zum Forschungs- und Entwicklungsprogramm der BAuA für die Jahre 2010-2013 (.pdf, 615 KB)

Die BAuA hat im Januar 2011 ein Dialog-Forum "Nanomaterialien am Arbeitsplatz" durchgeführt. Mehr als 200 Teilnehmer aus Betrieben und Behörden nahmen am Dialog-Forum in Dortmund teil. Im Zentrum der Veranstaltung standen Forschungsergebnisse und praktische Hilfestellungen der BAuA, die zum verantwortungsvollen Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz beitragen.

Link zur Pressemitteilung auf der Webseite der BAuA

Im Februar 2011 hat die BAuA auf ihrer Webseite Informationsdienste zu verschiedensten Themen eingerichtet. Speziell zum Bereich Nanotechnologien wurde ein separater Sonderinformationsdienst entwickelt, auf dem regelmäßig aktualisierte Literatur mit bibliographischen Angaben und Kurzreferaten eingesehen werden kann.

Link zu weiteren Informationen zum Sonderinformationsdienst Nanotechnologien

Im Oktober 2011 hat eine Arbeitsgruppe – bestehend aus der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), dem Institut für Energie- und Umwelttechnik e.V. (IUTA), der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI), dem Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA), der Technischen Universität Dresden und des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) - den Ansatz einer gestuften Messstrategie ("Tiered Approach to an Exposure Measurement and Assessment of Nanoscale Aerosols Released from Engineered Nanomaterials in Workplace Operations") veröffentlicht. Diese gestufte Messtrategie beinhaltet einen pragmatischen Ansatz zur Messung der inhalativen Exposition gegenüber Nanomaterialien.

Link zum Dokument "Tiered-Approach to an Exposure Measurement and Assessment of Nanoscale Aerosols Released from Engineered Nanomaterials in Workplace Operations" (.pdf, 2,44 MB)

Link zum Dokument "Ein mehrstufiger Ansatz zur Expositionsermittlung und -bewertung nanoskaliger Aerosole, die aus synthetischen Nanomaterialien in die Luft am Arbeitsplatz freigesetzt werden" (.pdf, 572 MB)

Im November 2011 hat die BAuA neue Nano-Forschungsberichte auf ihrer Webseite publiziert: Der Bericht "Genotoxic mode of action of fine and ultrafine dusts in lungs" (F 2135) liefert Ergebnisse zur Untersuchung der Wirkung von Stäuben in Nanogröße auf die Erbinformation von Lungenzellen mittels einer speziellen Methode. Der zweite Bericht "Dispersion and retention of dusts consisting of ultrafine primary particles in lungs" (F 2133) kommt zu dem Ergebnis, dass Nanomaterialien in der Regel nicht als einzelne Partikel vorliegen, sondern aus größeren Einheiten in Form von Agglomeraten oder Aggregaten bestehen.

Zugang zum Bericht F 2135 auf der Webseite der BAuA

Zugang zum Bericht F 2133 auf der Webseite der BAuA

Im Dezember 2011 hat die BAuA eine Zusammenstellung (Stand September 2011) veröffentlicht, die die derzeitigen Aktivitäten der BAuA im Bereich Nanomaterialien am Arbeitsplatz darstellt.

Link zur Zusammenstellung "Sicherheit und Gesundheit bei Tätigkeiten mit Nanomaterialien in Forschung, Entwicklung, Politikberatung und Transfer der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)" (.pdf, 707 KB)

Die BAuA und der VCI haben im Mai 2012 eine Broschüre mit ihren aktualisierten Empfehlungen der Broschüre von 2007 für den richtigen Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz herausgegeben. Die Empfehlungen beruhen auf den Grundprinzipien des Arbeitsschutzes im Sinne der Responsible-Care-Initiative der chemischen Industrie und sollen den Unternehmen Hilfestellung bieten. In der aktualisierten Fassung sind beispielsweise enthalten:

  • neue Erkenntnisse zu Messstrategien und Messverfahren,
  • ein Ablaufschema zur Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz,
  • einige Hinweise, welche Verfahren für einen guten Arbeitsschutz anzuwenden sind sowie
  • Erläuterungen, in welchem Ausmaß Beschäftigte von einem Kontakt mit Nanomaterialien betroffen sein können.

Link zur Pressemitteilung auf der Webseite der BAuA

Link zur Broschüre (.pdf, 526 KB)

Link zur Nanoseite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

Das BfR hat in den vergangenen Jahren ein ganzes Bündel von Veranstaltungen und Forschungsprojekten zur Risikobewertung und Risikokommunikation von Nanomaterialien durchgeführt.

Hierzu gehören unter anderem die Verbraucherkonferenz zu Nanotechnologie-Anwendungen in den Bereichen Lebensmittel, Kosmetik und Bedarfsgegenstände, das Experten-Delphi zum gleichen Thema, eine repräsentative Umfrage zur Wahrnehmung von Nanotechnologien in der Öffentlichkeit sowie eine Medienanalyse. 

Das BfR hat eine gut aufgebaute Verbraucher-Informationsseite, die eine Zusammenstellung häufig gestellter Verbraucherfragen und –antworten zur Nanotechnologie bereit stellt.

Im April 2010 veröffentlichte das BfR eine neue Studie: "Wahrnehmung der Nanotechnologie in internetgestützten Diskussionen: Ergebnisse einer Onlinediskursanalyse zu Risiken und Chancen von Nanotechnologie und Nanoprodukten". Diese analysiert, welche Risiko-, Chancen- und Nutzeneinschätzungen sowie Erwartungen am Forschungs- und Entwicklungsfeld Nanotechnologien festgemacht werden.

Link zur Studie des BfR (.pdf, 1,58 MB)

Im Juni 2010 empfahl das BfR in Form einer Pressemitteilung Herstellern, auf die Verwendung von nanoskaligem Silber in verbrauchernahen Produkten, wie zum Beispiel in Textilien, Kosmetika oder Haushaltsgeräten zu verzichten.

2010 hat das BfR in der Zeitschrift BfR-Wissenschaft zudem drei neue Berichte veröffentlicht:

  • BfR Delphi Study on Nanotechnology
  • Perception of Nanotechnology in Internet-based Discussions
  • Risk Perception of Nanotechnology – Analysis of Media Coverage

Link zur Veröffentlichung "Delphi Study on Nanotechnology" (.pdf, 0,99 MB)

Link zur Veröffentlichung "Perception of Nanotechnology in Internet-based Discussions" (.pdf, 2,96 MB)

Link zur Veröffentlichung "Risk Perception of Nanotechnology - Analysis of Media Coverage" (.pdf, 9,42 MB)

Im April 2011 hat das BfR die Ergebnisse eines Workshops mit Experten aus Forschung und Wissenschaft sowie Vertretern von Verbänden und der Industrie veröffentlicht. Gegenstand der Diskussionen waren vor allem bestehende Risiken durch die Verwendung von Nanosilber und mögliche Handlungsoptionen zum Schutz des Verbrauchers. Im BfR-Workshop hat sich gezeigt, dass für nanoskaliges Silber bislang nur wenige toxikologische Daten vorliegen. Schlussfolgernd liegt keine abschließende Sicherheitsbewertung für Mensch und Umwelt vor. Deshalb rät das BfR weiterhin von einem Einsatz von Nanosilber in verbrauchernahen Produkten ab.

Link zum Artikel auf der Webseite des BfR

In einer Pressemitteilung vom Februar 2012 informiert das BfR über die Resultate der internationalen Nanosilber-Konferenz. Sie kamen zu dem Schluss, dass das toxikologische Potenzial von Nanosilber noch nicht ausführlich geklärt sei. Es sei nicht vollständig bekannt, in welchem Umfang Verbraucher mit Silbernanopartikeln auf verschiedenen Pfaden in Kontakt kommen. Zudem mangele es an Untersuchungen darüber, ob die Anwendung von Silber und Nanosilber in Alltagsprodukten zur Selektion von silberresistenten Mikroorganismen führen und sogar zur Übertragung eines Antibiotikaresistenzes auf bisher nicht resistente Stämme beitragen.

Daher sei die Auffassung des BfR, dass Silber als antimikrobiell wirksame Substanz für klinische Anwendungen reserviert werden müsste, bestätigt. In Verbraucherprodukten sollte auf Silber dagegen verzichtet werden, so das BfR in seiner Pressemitteilung.

Link zur Pressemitteilung

Link zur Nanotechnologieseite des BfR

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Das BMBF koordiniert verschiedene Förderprojekte im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung, die im "Aktionsplan 2010" mit den Leitinnovationen auf dem Gebiet der Nanotechnologien wichtige Förderschwerpunkte gesetzt hat. Gefördert werden vorrangig die Bereiche Elektronik, Automobil, Chemie, Medizin, Lichttechnik und Energie. Weitere Projekte wurden zu folgenden Bereichen aufgesetzt:

  • Mittelstandsförderung durch "NanoChance", für kleine und mittlere Unternehmen, die auf dem Gebiet der Nanotechnologie tätig sind oder ihr Geschäftsfeld durch den Einsatz von Nanotechnologie erweitern wollen
  • Nachwuchsforscherförderung durch "NanoFutur"
  • Förderprogramm WING - Werkstoffinnovationen für Industrie und Gesellschaft. Darin sind erstmals die klassische Materialforschung mit der Basisdisziplin Chemie und der Nanotechnologie integriert
  • Informations- und Bildungsprojekte für Schüler und eine breite Öffentlichkeit: nanoTruck, "Schulen ans Netz", "Nanoreisen – Abenteuer hinterm Komma" sowie verschiedene Veröffentlichungen
  • Förderung von Begleitmaßnahmen und Projekten der Risikoforschung zu möglichen Gesundheitsrisiken von Nanopartikeln (z.B. NanoCare, INOS, Tracer) sowie zu den Auswirkungen auf die Umwelt (NanoNature)

Die Bundesregierung fördert Verbundprojekte in den Nanotechnologien mit rund 290 Millionen Euro - in Europa steht Deutschland damit an der Spitze. Projekte zu Nanotechnologien werden seit den 90'er Jahren gefördert.

Für einen Gesamtüberblick über Nanotechnologien in Deutschland wurde vom BMBF die interaktive "Kompetenzkarte Werkstofftechnologien" eingeführt, auf der sich Unternehmen, Forschungsinstitute und Weiterbildungsinstitutionen mit ihrem Standort und einer Beschreibung eintragen können.

Link zur Kompetenzkarte Nanotechnologien

Einen Einblick zum Stand der Nanotechnologien 2009 in Deutschland liefert der Bericht "nano.de-Report 2009". Erfasst werden unter anderem die Anzahl von im nanotechnologischen Bereich tätigen Unternehmen im Jahr 2009, deren wirtschaftliches Volumen sowie die im deutschen Raum anzutreffenden Produkt- und Geschäftsbereiche mit nanotechnolgischer Relevanz.

Link zum nano.de-Report 2009 (.pdf, 4,35 MB)

Im September 2010 wurde durch das BMBF ein Branchendialog namens "NanoCleantech" organisiert. Ziel des Dialoges war es, Potenziale und Herausforderungen der Nanotechnologie transparent zu machen sowie die Verbreitung und Diffusion von BMBF geförderten Forschungsergebnissen in die Praxis zu unterstützen. Weiterhin soll die Vernetzung zwischen Werkstoff- und Nanotechnologieakteuren mit der Umweltbranche verbessert werden.

Link zu weiteren Informationen

Im Januar 2011 verabschiedete das Kabinett im Rahmen der Hightechstrategie den Aktionsplan 2015. Das Strategiepapier wird den bisher gültigen Aktionsplan 2010 ersetzen und stellt einen Maßnahmenkatalog dar, mit dem eine erfolgreiche Nutzung der Potentiale der Nanotechnologien in Deutschland gewährleistet werden soll.

Link zum Aktionsplan 2015 (.pdf, 5,51 MB)

Link zur Nanotechnologieseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) initiierte gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) verschiedene Projekte zu Nanotechnologien, darunter auch die Konferenz "Nanotechnologie im Fokus des gesundheitlichen Verbraucherschutzes". Auf der Webseite findet sich außerdem ein Statement zur neuen EU-Verordnung zu Kosmetikprodukten aus Sicht des Ministeriums.

Im Februar 2011 hat das BMELV auf dessen Webseite einen Artikel veröffentlicht, der  Verbrauchern/innen Antworten auf häufig gestellte Fragen im Bereich Nanotechnologien liefert.

Link zum Artikel auf der Webseite des BMELV

Link zur Webseite des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat bereits sehr frühzeitig in die Forschung zu Nanotechnologien investiert. In einer Vielzahl von Projekten wurden und werden Chancen des Einsatzes von Nanotechnologien und Nanomaterialien für die Umwelt erforscht und gefördert. Auf der anderen Seite ist das Bundesministerium für Umwelt aktiv an der Risikoforschung beteiligt und fördert den interdisziplinären Austausch aller gesellschafltichen Interessengruppen. Das BMU initiierte im Rahmen des NanoDialogs die Arbeit der NanoKommission der deutschen Bundesregierung.

Im Mai 2010 wurde zudem eine Studie zu einem Nanoproduktregister veröffentlicht. Ziel dieses Produktregisters soll es sein, den Behörden einen Überblick über die in Deutschland hergestellten und auf dem deutschen Markt erhältlichen Nanoprodukte zu ermöglichen.

Link zur Webseite des BMU mit Zugriffsmöglichkeit zum pdf. "Rechtliche Machbarkeitsstudie zu einem Nanoproduktregister"

Das BMU richtet bereits seit dem Jahr 2006 einen NanoDialog aus, der auch im Jahr 2012 noch weiter fortgeführt werden soll. Anlass zur Fortsetzung der Dialoge gaben die Empfehlungen der NanoKommission, die nun aufgegriffen und in vier Fachdialogen diskutiert werden.

Link zu weiteren Informationen zu NanoDialog

Link zu den Nanotechnologie-Seiten des BMU

Link zum Abschlussbericht der NanoKommission (2008)

Link zum Abschlussbericht der NanoKommission (2011)

Im April 2012 hat das BMU einen neuen Bericht mit dem Titel „Instrumente zur Bewertung von Nanomaterialien“ herausgegeben. Der Bericht fasst die Diskussionen und Ergebnisse der Arbeit der deutschen NanoKommission und des Stakeholder-Dialogs „Risk management in the nano world“ zusammen. Die deutsche Version des Berichts enthält außerdem einen zweiten Teil, einen Leitfaden, der die Auswahl der Werkzeuge für die vorläufige Bewertung von Nanomaterialien unterstützen soll. Diese Anleitung ist in der englischen Version nicht verfügbar.

Link zur deutschen Version "Instrumente zur Bewertung von Nanomaterialien" (.pdf, 378 KB)

Link zur englischen Version "Assessment tools for nanomaterials" (.pdf, 356 KB)

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie setzt sich dafür ein, Rahmenbedingungen für Innovationen und die Entwicklung neuer Technologien weiter zu verbessern. An den technologieoffenen Mittelstandsprogrammen des BMWi haben Nano- und Werkstofftechnologie-Unternehmen einen hohen Anteil. Die wichtigsten Programme für Nano- und Werkstofftechnologie-Unternehmen sind:

  • Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand zur Unterstützung von Forschungskooperationen zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen.

  • Hightech Gründerfonds zur Unterstützung von Gründungen und jungen Technologieunternehmen.

  • Programm zur Verbesserung der Materialeffizienz.

Link zur Nanotechnologieseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) 

Der Deutsche Bundestag

Der Bundestag steht als parlamentarisches Organ im Mittelpunkt der politischen Landschaft in Deutschland. Zentrale Aufgabe der demokratisch gewählten Fraktionen ist die Diskussion und Verabschiedung neuer Gesetze.

Im Frühjahr 2009 hatten die Fraktionen CDU/CSU und SPD einen Antrag an die Bundesregierung gestellt, durch den die Förderung der Nanotechnologien vorangetrieben werden soll. Schwerpunkte sollen die Unterstützung von Start-Up-Unternehmen, die Verbesserung der Kommunikation zu Chancen und Risiken und zwischen Industrie und Forschung vor allem im Bereich der nanotechnologischen Anwendbarkeit bei Umwelttechnologien sowie die umweltgerechte Entsorgung von synthetischen Nanomaterialien sein. Am 2.7.2009 wurde dieser Antrag in der 230. Sitzung des Bundestages beraten und angenommen. 

Link zum Antrag (.pdf, 106 KB)

Link zur Stellungnahme der Regierung (.pdf, 115 KB)

Verschiedene politische Teilbereiche werden in den Ausschüssen bearbeitet, wobei das Thema Nanotechnologien unter anderem von dem „Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung" behandelt wird. Dieser steht in enger Zusammenarbeit mit dem Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB).

Im März 2011 hat der Deutsche Bundestag eine neue Meldung veröffentlicht, die die Forderung des Petitionsausschusses nach einer Kennzeichnungspflicht für mit Nanotechnologie behandelte Lebensmittel und Kosmetika thematisiert. Die Forderung nach einer Kennzeichnungspflicht wurde mit gesundheitlichen Risiken begründet, die Folge des Einsatzes von Nanopartikeln sein könnten. Nach Auffassung des Ausschusses sind die bisherigen Regulierungsinstrumente angesichts der neuen Anwendung der Nanotechnologie nicht ausreichend. Daher sei eine Kennzeichnungspflicht erforderlich.

Link zur neuen Meldung auf der Webseite des Deutschen Bundestags

Im September 2011 haben die Fraktionen CDU/CSU und FDP die Deutsche Bundesregierung dazu aufgefordert, weitere Ressourcen im Bereich der Nanotechnologien bereit zu stellen. Die Forderungen der Fraktionen lauten gemäß dem Antrag wie folgt:

  • Stärkere Unterstützung kleiner und mittelständischer Nanotechnologieunternehmen
  • Förderung von Langzeitforschungsvorhaben: Investitionen in Risiko- und Sicherheitsforschung
  • Ausbau der Dialogaktivitäten im Bereich der Nanotechnologien durch Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft

Link zum Antrag der Fraktionen (.pdf, 104 KB)

Im Dezember 2011 hat die Fraktion SPD einen Antrag an die Deutsche Bundesregierung gestellt, mit der Forderung, dass diese der Sicherheit im Bereich der Nanotechnologien höchste Priorität beimisst. Zudem wird die sofortige Einrichtung eines Nanoproduktregisters im Ministerrat der EU verlangt.

Link zum Antrag 17/8158

Im Februar 2012 hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eine kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt, in der sie sich über den Umgang der Bundesregierung mit den Ergebnissen und Empfehlungen der NanoKommission erkundigen. Die Fraktion kritisiert, dass die Bundesregierung im Januar 2011 - einen Monat vor der NanoKommission - einen Aktionsplan zur Nanotechnologie vorgelegt hat, in dem die NanoKommission nur an einer einzigen Stelle erwähnt wird. Außerdem fragt die Fraktion weiter, mit welchen Maßnahmen die Regierung die Empfehlungen der NanoKommission umsetzt und ob es das Gremium in Zukunft noch weiter geben soll.

Link zur Anfrage (17/8658) (.pdf, 106 KB)

Im März 2012 folgte die Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom Februar 2012.

Link zur Antwort (.pdf, 242 KB)

In einem neuen Antrag vom Mai 2012 fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die Bundesregierung in einem 20-Punkte-Katalog dazu auf, dafür zu sorgen, dass das Prinzip der Vorsorge zum Schutz von Mensch und Umwelt zum Leitprinzip in der weiteren Entwicklung und Nutzung der Nanotechnologie wird. Des Weiteren fordern die Grünen, dass sich die Bundesregierung auf EU-Ebene dafür einsetzt, dass eine Definition des Begriffs Nanomaterial im Gemeinschaftsrecht festgeschrieben wird und es eine Meldepflicht für Nanoprodukte gibt. Die Grünen schlagen vor, dass die Mittel für die begleitende Sicherheits- und Risikoforschung mindestens auf jeweils zehn Prozent der Nanoforschung der insgesamt zur Verfügung gestellten Mittel erhöht werden.

Link zum Antrag (17/9569) (.pdf, 268 KB)

Link zum Ausschuss

Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA) - ehemals Institut für Arbeitsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung (BGIA)

Das IFA ist als ein Institut für Arbeitsschutz dafür zuständig, Messmethoden für die Bewertung von Nanopartikeln am Arbeitsplatz zu entwickeln und zu prüfen sowie Datenbanken zur Verfügung zu stellen.

Auf der Informationsseite "Ultrafeine Aerosole und Nanopartikel am Arbeitsplatz" finden Sie eine aktuelle Zusammenstellung der Veröffentlichungen sowie von Fachvorträgen.

Link zur Informationsseite des IFA

Link zur Übersichtsseite des Instituts für Arbeitsschutz (IFA)

NanoKommission der deutschen Bundesregierung

Die deutsche NanoKommission wurde Ende 2006 im Rahmen der High-Tech Strategie der deutschen Bundesregierung als zentrales, nationales Dialoggremium geschaffen. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Unternehmen, Umwelt- und Verbraucherorganisationen, Gewerkschaften, Ministerien und Behörden haben es sich zur Aufgabe gemacht, Nutzen und Risiken von Nanotechnologien im Sinne des Vorsorgeprinzips zu betrachten und nachhaltige Innovationen zu fördern. Die NanoKommission besteht aus 16 Mitgliedern. Ihr waren im Zeitraum von 2006-2008 drei Arbeitsgruppen mit jeweils etwa 20 Personen aus den oben genannten Gruppen unterstellt, die zu folgenden Themen beraten haben:

Arbeitsgruppe 1: Nanomaterialien - Chancen für Umwelt und Gesundheit

Arbeitsgruppe 2: Risiken und Sicherheitsforschung

Arbeitsgruppe 3: Prinzipien für einen verantwortungsvollen Umgang mit Nanomaterialien 

Die NanoKommission konzentriert sich im Rahmen des verantwortungsvollen Umgangs mit Nanomaterialien auf fünf zentrale Prinzipien:

  1. Verantwortung und Management definieren und offenlegen (Good Governance)
  2. Transparenz hinsichtlich nanotechnologierelevanter Informationen, Daten und Prozesse
  3. Bereitschaft zum Dialog mit Interessengruppen
  4. Risikomanagement etablieren
  5. Verantwortung in der Wertschöpfungskette übernehmen

Die NanoKommission legte im Dezember 2008 die Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Den  Schlussbericht mit dem Titel "Verantwortlicher Umgang mit Nanotechnologien" können Sie hier oder auf den Seiten des BMU herunterladen.

Link zum Bericht der NanoKommission 2008 (.pdf, 3,7 MB)

Link zur NanoKommission der Bundesregierung

Die NanoKommission hat ihre Aufgaben von 2009 bis 2011 in einer zweiten Arbeitsphase weitergeführt. Im Februar 2010 wurden die bisherigen Ergebnisse in einem Zwischenbericht veröffentlicht.

Link zur Veröffentlichung des Zwischenberichts auf der Webseite des BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit)

Im Januar 2011 ist der Schlussbericht der NanoKommission aus der zweiten NanoDialog-Arbeitsphase 2009-2011 erschienen.

Link zum Schlussbericht der NanoKommission (.pdf, 3,35 MB)

Link zur Webseite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) mit Zugriff zum Schlussbericht und den Ergebnissen der Arbeitsgruppen

Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB)

Das Büro für Technikfolgen-Abschätzung ist eine selbstständige wissenschaftliche Einrichtung, die den Deutschen Bundestag und seine Ausschüsse in Fragen des wissenschaftlich-technischen Wandels berät. Der im Juli 2003 veröffentlichte Arbeitsbericht Nr. 92 beschäftigt sich mit dem Thema Nanotechnologien. Darin wird ein ausführlicher Überblick über Anwendungsfelder der Nanotechnologien gegeben. Vertieft behandelt werden außerdem Anwendungen in Industrie, Informations- und Kommunikationstechnik und in den Lebenswissenschaften (Biologie, Humanmedizin, Veterinärmedizin, Medizintechnik und Biotechnologie). Darüber hinaus sind mögliche Visionen im Bereich Nanotechnologien aufgeführt. Ebenso werden Chancen und Risiken thematisiert und Bereiche, in denen Handlungsbedarf von Seiten des Staates besteht.

Link zur Zusammenfassung des Arbeitsberichts zur Nanotechnologie Nr. 92

Link zum Büro für Technikfolgen-Abschätzung (TAB)

Umweltbundesamt (UBA)

Das Umweltbundesamt prüft und bewertet umweltrelevante Aspekte von Nanotechnologien, da mit zunehmendem Einsatz künstlich erzeugter Nanopartikel zukünftig auch mit einem vermehrten Eintrag in die Umwelt zu rechnen ist. Die breiten Anwendungsmöglichkeiten von Nanotechnologien erfordern dabei ein differenziertes Vorgehen bei der Identifizierung und Bewertung möglicher Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt. Um diese Risiken identifizieren und Vorkehrungen für deren Verminderung treffen zu können, sieht das UBA einen großen Informations- und Forschungsbedarf.

Das UBA veröffentlichte neben dem 22-seitigen Hintergrundpapier zur Nanotechnologie die gemeinsam abgestimmte Forschungsstrategie der drei Bundesoberbehörden (BAuA, BfR, UBA)  (.pdf, 422 KB) sowie das Rechtsgutachten ReNaTe (.pdf, 988 KB). Eine der ersten Veröffentlichungen beschäftigt sich mit der Exposition von Nano-Silber in der Umwelt (.pdf, 1,5 MB).

Link zum Hintergrundpapier Nanotechnologie

Der Bericht „Technisches Vorgehen bei der Testung von Nanopartikeln“ (.pdf, 0,5 MB) wurde im Jahre 2007 durch das UBA publiziert. Die Aufgabe dieser Studie sollte es sein, Leitlinien für die Testung und Berichtspflichten zu Nanomaterialien im Vorfeld aufzustellen.

Eine weitere Studie des UBA namens „Einsatz von Nanomaterialien als Alternative zu biozidhaltigen Antifouling-Anstrichen und deren Umweltauswirkungen“ (.pdf, 0,9 MB) wurde 2010 veröffentlicht. Hierbei wurde vor allem die Bedeutung von Nanotechnologien im Antifouling-Bereich untersucht sowie der Einsatz dieser zur Herstellung von Unterwasser- und Antifoulingbeschichtung.

Im Juni 2010 hat das UBA die Publikation „Untersuchung des Einsatzes von Nanomaterialien im Umweltschutz“ (.pdf, 0,9 MB) herausgegeben. Im Zentrum des Berichts steht das Aufzeigen von nanotechnologischen Lösungen im Forschungs-/Entwicklungsstadium sowie von bereits am Markt etablierten Produkten für die Sektoren Wasser und Luft.

Im selben Monat wurde ein Umweltforschungsplan mit dem Titel „Entlastungseffekte für die Umwelt durch nanotechnische Verfahren und Produkte“ veröffentlicht. Ziel ist es, die Umwelt- und nachhaltigkeitsbezogenen Chancen und Risiken der Nanotechnologien anhand ausgewählter Beispiele zu spezifizieren und soweit wie möglich zu quantifizieren.

Im Rahmen des vorliegenden Forschungsvorhabens wurde an konkreten Produkten und Verfahren analysiert, inwieweit die Anwendung von Nanotechnik Beiträge zur Umweltentlastung leisten kann. Dabei hat sich herausgestellt, dass in einigen Anwendungsbereichen mit Hilfe der Nanotechnologien hohe Umweltentlastungspotentiale erschlossen werden können.

Link zur Kurzfassung des Umweltforschungsplans (.pdf, 0,08 MB)

Link zur Langfassung des Umweltforschungsplans (.pdf, 2,1 MB)

Das Umweltbundesamt hat im Nobember 2010 eine neue Studie namens "Emission von Nanopartikeln aus ausgewählten Produkten in ihrem Lebenszyklus" veröffentlicht, in welcher Nanopartikel-Emissionen von vier spezifischen Produkten während deren Lebenszyklen analysiert werden. Außerdem werden die unterschiedlichen Faktoren erläutert, die eine Freisetzung von Nanomaterialien beeinflussen.

Link zum Download der Veröffentlichung

In der neuesten Ausgabe des UMID (02/2012) ist ein Kapitel zum Thema „Nanomaterialien in Sonnenschutzmitteln: Konsequenzen für die Umwelt?“ zu finden. Vor dem Hintergrund, dass moderne Sonnenschutzmittel heute verbreitet mineralische UV-Filter im nanoskaligen Bereich enthalten, stellt diese Tatsache einen besonders sensiblen Anwendungsbereich für Nanopartikel dar, da diese ungebunden in den Produkten auftreten und somit in die Umwelt gelangen können. Um die möglichen Umweltauswirkungen dieser Nanopartikel in Sonnenschutzmitteln nachzuweisen, fehlen aktuell standardisierte Messverfahren. Den Artikel zu diesem Thema finden Sie auf den Seiten 41-45 der UMID-Ausgabe 02/2012.

Link zur UMID-Ausgabe 02/2012 (.pdf, 8,23 MB)

Link zum Umweltbundesamt (UBA)

Forschungsstrategie "Nanotechnologie" der drei Bundesoberbehörden

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), das Umweltbundesamt (UBA) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) haben eine gemeinsame Forschungsstrategie zu Nanotechnologien entwickelt.
Die Ergebnisse zur Forschungsstrategie "Nanotechnologie: Gesundheits- und Umweltrisiken von Nanopartikeln" wurden am 30. November 2006 in Bonn auf einer Stakeholderkonferenz vorgestellt. Ziel der Forschungsstrategie ist es, das Forschungsgebiet zu strukturieren, die Messung der Partikel zu entwickeln, Informationen zur Exposition, zu toxikologischen und ökotoxikologischen Wirkungen zu erheben, eine risikobezogene Teststrategie zu entwickeln, vorhandene Elemente von Teststrategien zu etablieren, Stoffe von besonderer Bedeutung in den Fokus der Bewertung zu rücken und insbesondere die Eignung der Daten, die mit Forschungsgeldern der öffentlichen Hand erhoben werden, für regulatorische Fragestellungen sicherzustellen.

Um die Begleitforschung und Diskursaktivitäten zu initiieren und aufeinander abzustimmen, wird das Bilden einer ressortübergreifenden Nano-Diskurs-Plattform vorgeschlagen.

Link zum Schlussbericht "Nanotechnologie: Gesundheits- und Umweltrisiken von Nanomaterialien" (.pdf, 424 KB)

Link zur Forschungsstrategie "Nanotechnologie"

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