Überblicksstudien zur Risikobewertung

Die folgenden Artikel beziehen sich auf supranationale Projekte, die von der Europäischen Kommission oder der OECD angeregt wurden. Sie bündeln die vielfältigen Initiativen in den Mitgliedsländern und geben Auskunft zum Stand der Forschung in diesem sich schnell verändernden Themenfeld.

 

ENPRA (Engineered NanoParticle Risk Assessment)

Unter der Führung des Edinburgher Institute of Occupational Medicine (IOM) wurde ein Forschungsprojekt initiiert, an dem 15 europäische Länder und sechs US-amerikanische Partner beteiligt sind.

Ziel des Projekts ist, eine Risikobewertung künstlich hergestellter Nanopartikel zu entwickeln und durchzuführen sowie die langfristige, nachhaltige Entwicklung der Nanotechnologien zu unterstützen.

Link zur Übersichtsseite des Projektes (Englische Sprache)

RIVM: Niederländische Studie zu Gesundheits- und Umweltrisiken: ''Nanotechnology in perspective: Risks to Man and the Environment''

Das niederländische RIVM (The Risks of Nanotechnology Knowledge and Information Centre) hat 2009 einen Bericht über potentielle Risiken von Nanopartikeln für den Menschen und die Umwelt veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht die Problematik der freien, nicht abbaubaren und unlöslichen Nanopartikel, die in Medikamenten, Lebensmitteln und Verbraucherprodukten vorkommen.

Hauptziel war es, die Risikomanagementmaßnahmen zu identifizieren, Forschung und Entwicklung zu unterstützen und die Zusammenarbeit zwischen Regierungsorganen, Industrie und Wissenschaft zu fördern.

Link zum Bericht (.pdf 1.51 MB, englische Sprache)

OECD Datenbank zur Risikoforschung

Die OECD stellt eine internationale Datenbank zur Risikoforschung zur Verfügung. Über die Suchfunktion können generelle Sicherheitsthemen (wie z.B. Arbeitsschutz, Umweltschutz oder Produktsicherheit) oder Informationen zu einzelnen Materialien abgerufen werden. Zusammengestellt sind abgeschlossene und laufende Forschungsprojekte sowie die zugehörigen Links oder Veröffentlichungen. Die Datenbank basiert auf den Arbeiten des US-Amerikanischen Woodrow Wilson Centers.

Link zur OECD-Datenbank (Englische Sprache)

Link zur Hintergrundseite der OECD mit Links zum Einstellen eigener Beiträge (Englische Sprache)

Aktuelle Stellungnahme von SCENIHR zur Risikobewertung von Nanomaterialien

Das unabhängige wissenschaftliche Beratergremium der Europäischen Kommission für neu auftretende Gesundheitsrisiken (SCENIHR) hat  im Januar 2009 eine weitere Beurteilung zu den Entwicklungen bei der Risikobewertung von Nanomaterialien veröffentlicht. Der Schwerpunkt liegt, wie in den Berichten vorher, auf freien und schwer löslichen Nanomaterialien. In erster Linie wird der mögliche Kontakt beim Einatmen kritisch beurteilt. Die Forscher empfehlen für die Charakterisierung von Nanomaterialien auch der Frage nachzugehen, welche Wechselwirkungen in biologischen Flüssigkeiten auftreten können und inwiefern Verbraucher diesen Materialien ausgesetzt sind. SCENIHR äußert sich außerdem zu Anforderungen an Testmethoden und Messverfahren, die noch nicht ausreichend standardisiert sind.

Link zum Bericht von SCENIHR 2009 

Bereits 2006 hatte SCENIHR einen Bericht zur Risikobewertung vorgelegt. Die Ergebnisse von 2009 führen die darin als offen identifizierten Forschungsfragen weiter und berichten über den Stand der Forschung

Link zum Bericht von 2006 (.pdf, 400 KB)

© 2009 Hessen-Nanotech