Stoffgemisch aus einem gasförmigen Stoff (insbesondere Luft) und flüssigen oder festen feinverteilten Bestandteilen, die man als Schwebstoffe bezeichnet. Liegen die flüssigen oder festen Bestandteile in nanoskaliger Größe vor, wird im englischsprachigen Raum von luftgetragenen Nanopartikeln (airborne nanoparticles) gesprochen. In einem Aerosol sind Gas und Schwebstoffe nicht chemisch verbunden, das Gas dient eher als Träger für die feinen - oder im Bereich von Nanomaterialien - ultrafeinen Partikel.
Unter Agglomeraten versteht man eine Ansammlung von schwach miteinander verbundenen Partikeln, Aggregaten oder einer Kombination derselben. Die Oberfläche der Agglomerate ist dabei in etwa vergleichbar mit der Summe der Oberfläche der einzelnen Teile. Agglomerate werden auch als Sekundärpartikel bezeichnet (siehe auch Primärpartikel).
Stark aneinander gebundene Partikel werden Aggregate genannt. Dabei kann die Oberfläche des Aggregats deutlich kleiner sein kann, als die Summe der Oberflächen der einzelnen Bestandteile. Aggregate zählen ebenso wie die Agglomerate zu den Sekundärpartikeln.
Nanomaterialien weißen aufgrund ihrer Dimension(-en) andere Eigenschaften auf als sogenannte Bulk-Materialien. Dieser Begriff ist noch nicht fest definiert und beschreibt üblicherweise Materialien in einem Gebinde in Lieferform. Nanopartikel können zwar in diesen Gebinden vorhanden sein, ob diese ihre speziellen Eigenschaften entfalten hängt aber vor allem von der Weiterverarbeitung ab.
Der Begriff Konvergierende Technologien (engl. = Converging Technologies) bezeichnet die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Bereich der Nanotechnologien, der Biotechnologie wie der Informationstechnologie und Neurowissenschaften. Oft werden Converging Technologies mit der Verbesserung des Menschen in Zusammenhang gebracht (engl. = human enhancement). Das Thema steht deshalb im Zentrum der ethischen Debatte.
Mit einem Experiment wird die gezielte Überprüfung einer aufgestellten Theorie durchgeführt. Dazu werden unter vergleichbaren Situationsbedingungen gezielt Hinweise auf mögliche Einflüsse gemessen.
Experimentelle Studie in der soziologischen Einstellungs- und Wahrnehmungsforschung bezeichnen eine bestimmte Forschungsmethode. Hierbei wird gezielt auf Untersuchungsobjekte/ Personen eingewirkt, um zu bewerten, ob Reize stets dieselben Auswirkungen haben. Beispielsweise können einer Gruppe von Testpersonen Texte oder Videos vorgelegt werden, um dann zu testen, ob diese vergleichbare Reaktionen hervorrufen. Im Falle der experimentellen Studien zur Wahrnehmung von Nanotechnologien wurden Versuchspersonen Texte zu Nanotechnologien vorgelegt und ihre Reaktion dokumentiert.
Expertenbefragungen werden durchgeführt, wenn bereits vorhandene, grundlegende Kenntnisse oder Einschätzungen zu zukünftigen Entwicklungen systematisch zusammengefasst werden sollen. Eine Expertenbefragung besteht aus ein- oder mehrstufigen, qualitativen oder quantitativen Prognoseverfahren, bei dem unmittelbar abrufbares Wissen in einer Expertengruppe erhoben wird.
Zu den mehrstufigen Expertenbefragungen gehören beispielsweise Experten-Delphis, die für die Bewertung von Technologien in einem sehr frühen Stadium der Entwicklung (Technology Foresight) eingesetzt werden. In verschiedenen aktuellen Ansätzen werden internet gestütze Fragebögen mit Workshops kombiniert, bis eine gefestigte Expertenmeinung entsteht.
Feinstaub bezeichnet in der Luft schwebende Partikel. Zwar besteht kein Konsens über eine einheitliche Größendefinition von Feinstäuben, jedoch sind diese oberhalb der Größe von Nanomaterialien angesiedelt. Schutzmaßnahmen gegen Feinstäube sind gängiger Bestandteil diverser Arbeitsschutzmaßnahmen. Filtermasken für den individuellen Schutz, sowie Filter für Dieselfahrzeuge und Industrieabgase sind bewährt und werden seit langem eingesetzt.
Stäube, die mit einer Partikelgröße von 100 nm im nanoskaligen Bereich liegen, werden als Ultra-Feinstaub bezeichnet. Im Gegensatz zu größeren Feinstäuben werden für Ultra-Feinstäube teilweise neue, bzw. verfeinerte Schutz- und Messverfahren eingesetzt. Verschiedene administrative Akteure sowie Akteure aus Industrie und Wissenschaft sehen hier noch einen Forschungsbedarf, um passende Methoden und Verfahren zu entwickeln und diese international zu standardisieren (siehe auch die Kapitel zur Risikobewertung).
Bei der Untersuchung der Wirkung von Nanopartikel auf Zellen werden grundsätzlich zwei Methoden unterschieden: In-Vivo-(lateinisch: im Lebendigen) Studien werden in lebenden Organismen (z.B. durch Tierversuche) vorgenommen, im Gegensatz dazu laufen In-Vitro-(lateinisch: im Glas) Studien im Reagenzglas ab. Die Differenzierung ist wichtig, da durch die kontrollierbareren Ergebnisse von In-Vitro-Studien oft nicht direkt auf tatsächliche Wirkungen außerhalb des Labors geschlossen werden kann, weshalb die Untersuchung durch In-Vivo-Studien oftmals ergänzt werden. In dem Bericht „Nanopartikelexposition am Arbeitsplatz“ der europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz von 2009 wird die Standardisierung von In-Vitro-Tests aus Tierschutz-, Kosten- und Zeitgründen nahegelegt.
In den meisten Definitionen werden Nanomaterialien mit folgenden drei Eigenschaften in Verbindung gebracht:
Eine international anerkannte Definition liegt derzeit noch nicht vor. Nach dem Entwurf des technischen Komitees der Internationalen Standardisierungs-Organisation (ISO Technical Committee 229) werden unter Nanomaterialien so genannte Nanoobjekte oder nanostrukturierte Materialien verstanden. Nanoobjekte sind Materialien, die entweder in ein, zwei oder drei äußeren Dimensionen nanoskalig sind. Typische Vertreter sind Nanoplättchen, Nanostäbchen und Nanopartikel. Nanostrukturierte Materialien haben eine innere, nanoskalige Struktur. Typische Vertreter sind Verbundsysteme (Aggregate und Agglomerate) von Nanoobjekten (siehe auch das Kapitel zu Definitionen verschiedener Quellen).
Der Sammelbegriff umfasst Technologien, die Materialien, Strukturen, Prozesse, oder Systeme beschreiben, analysieren, verändern, herstellen oder anwenden, die in Größe und Form im Nanometer-Bereich liegen. Wegen der enormen Breite der Forschungs- und Anwendungsbereiche wird der Begriff international meistens in der Mehrzahl (Nanotechnologien) verwendet (Siehe auch den Abschnitt zu Definitionen).
Quantitative Umfragen setzen standardisierte Messinstrumente ein, die den Befragten Antworten in einem genau definierten Rahmen ermöglichen. Dadurch wird eine Vergleichbarkeit verschiedener Befragungen generiert, die Ergebnisse können mit einer Vielzahl statistischer Verfahren interpretiert werden.
Die Quantitative Befragung dient vor allem der Überprüfung aufgestellter Theorien.
REACH steht für die englischen Begriffe 'Registration', 'Evaluation' and 'Authorisation' of Chemicals (Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien). Die REACH-Verordnung vereinheitlicht das europäische Chemikalienrecht und ist seit dem 01. Juni 2007 in Kraft. Ziel ist es, mehr Informationen über potenzielle Risiken von Chemikalien zu generieren und den Unternehmen mehr Verantwortung für den sicheren Umgang mit den Produkten zu übertragen.
Weitergehende Informationen über diese EU-Verordnung finden Sie hier.
Als repräsentativ wird eine Befragung betrachtet, wenn sie die zu untersuchende Grundgesamtheit (z.B. die Bevölkerung) ausreichend abbildet. Dazu werden die Untersuchungsgruppen zusammengesetzt, dass sie Faktoren wie z.B. Geschlecht, Alter, Bildungsniveau oder die regionale Verteilung in ähnlichen Anteilen enthalten wie in der Grundgesamtheit. Die notwendige Anzahl an Befragten richtet sich nach der Größe der Grundgesamtheit. Für repräsentative Umfragen in Deutschland werden i.d.R. mindestens 1000 Personen befragt.
Englischer Begriff für beteiligte bzw. betroffene Personen oder Gruppierungen, die bestimmte Interessen vertreten. Man unterscheidet in organisierte und nicht organisierte Stakeholder.
Bezogen auf die Nanotechnologie-Debatte sind folgende organisierte Stakeholder hervorzuheben: Politik und Behörden, Unternehmen und ihre Verbände, Wissenschaft, Nichtregierungsorganisationen wie z.B.: Umweltorganisationen, Verbraucherverbände, Gewerkschaften, Kirchen, Patientenverbände.
Nichtorganisierte Stakeholder sind Verbraucherinnen und Verbraucher oder allgemeiner Bürgerinnen und Bürger.
Die Verbraucherbefragung basiert auf den Methoden der Wirkungs- und Kommunikationsforschung. Im Wesentlichen geht es darum die Prozesse der Meinungsbildung nachzuvollziehen. Hierzu gehören z. B.: Einstellungen, Kommunikationsmuster, Bilder sowie psychologische und soziologische Faktoren.
Materialien wie z.B. Fetttröpfchen, Stärke-, Zucker- oder Eiweisverbindungen können im nanoskaligen Bereich als kugelförmiges Verkapselungsmaterial eingesetzt werden, um andere Substanzen zu umhüllen. Dies dient beispielsweise:
Man spricht in diesem Zusammenhang von enkapsulierten Systemen oder "Nano-Delivery-Systeme". Viele dieser Systeme sind im Durchmesser größer als 100nm, die Einzelbestandteile der Hülle jedoch kleiner als 100 nm. Verkapselungen finden ihren Einsatz z.B. in der Medizin, bei Nahrungsergänzungsmitteln und bei Lebensmitteln.