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Nanotechnologie in Hessen

Hessen ist ein führender Standort für Nanotechnologien in Europa.

Die Nanotechnologien und die materialbasierten Technologien gelten als die Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhundert.

Die Nanotechnologien befassen sich mit der Untersuchung, Herstellung und Anwendung von Strukturen in einer Größenordnung von weniger als 100 Nanometern. Ein Nanometer (nm) ist der milliardste Teil eines Meters.
In diesen Dimensionen können veränderte Objekteigenschaften auftreten, die großen Potenziale für Produktentwicklungen und Produktinnovationen eröffnen.

In der EU sind rund 1.500 Nanotechnologie-Unternehmen beheimatet, die an verschiedenen Stellen ihrer Wertschöpfungskette Nanotechnologien einsetzen. Deutschland ist mit rund 750 Unternehmen (150 Großunternehmen und 600 KMU, von denen knapp die Hälfte nach 1995 gegründet wurde) europaweit Spitze (Quelle: www.nano-map.de).

In Hessen sind nach eigenen Erhebungen rund 150 kleine, mittlere und große Unternehmen im Bereich Nanotechnologie als Anbieter oder Anwender mit hoher Entwicklungskompetenz tätig. Damit finden sich in Hessen pro Einwohner mehr als doppelt so viele Nanotechnologie-Unternehmen wie im Bundesdurchschnitt und weist Hessen unter den Flächenländern bundesweit die größte Dichte an Nanotechnologie-Unternehmen auf.

In Deutschland sind zwischen 50.000 und 100.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt von Nanotechnologie abhängig.

Das Volumen des Gesamtmarktes für Nanotechnologie-Produkte und -Dienste soll weltweit von derzeit rund 100 Milliarden auf einige 1.000 Milliarden US-Dollar im Jahre 2015 ansteigen.

Rund 80 Arbeitsgruppen forschen an hessischen Hochschulen auf allen relevanten Gebieten der Nanowissenschaften und Nanotechnologien. Diese haben sich im NanoNetzwerkHessen (NNH) zusammengeschlossen. Auch bei den Studienangeboten zu Nanotechnologien ist Hessen bundesweit führend.

Damit gehört Hessen zu den führenden Nanotechnologie-Standorten in Deutschland und Europa mit hervorragenden Potenzialen und einer erstklassigen Nanotech-Infrastruktur in Wirtschaft und Wissenschaft.
Interessierte finden im Kompetenz- und Infrastrukturatlas Nanotechnologien in Hessen eine Übersicht über rund 160 Unternehmen, Netzwerke und Forschungseinrichtungen sowie Hochschulen mit deren Geräteausstattung für Arbeiten im Bereich des Nanokosmos.

Die zentrale Bündelung der wirtschafts- und technologiebezogenen Nanotechnologie-Aktivitäten in Hessen erfolgt über die Technologielinie Hessen-Nanotech. Sie unterstützt auch beim Transfer von nanotechnologischen Entwicklungen in mögliche Anwendungsbranchen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.

Auch international ist das Land Hessen im Bereich Förderung der Nanotechnologie äußerst aktiv. So hat das Hessische Wirtschaftsministerium im Februar 2013 das EU-Projekt „NANORA – Nano Regions Alliance“ ins Leben gerufen. Im Projekt NANORA arbeiten sechs europäische Regionen unter Führung des Hessischen Wirtschaftsministeriums am Aufbau neuer transregionaler Förderinstrumentarien. Durch den Aufbau überregionaler europäischer Datenbanken und Förderinstrumente werden hier hessische KMU und Forschungseinrichtungen mit nanotechnologischen Kompetenzen in die Lage versetzt, gezielt passende Kooperationspartner auch aus weiteren nanotechnologiestarken europäischen Regionen sowie passende Fördermöglichkeiten für ihre Vorhaben zu finden. Erleichtert wird dies durch ein Netz von Kontaktstellen („NANORA Access Points“). Die Nano-Allianz wird durch das Programm INTERREG IVB Nordwesteuropa mit rund 1,7 Mio. Euro gefördert.

Die meisten marktfähigen Innovationen wurden laut VDI im Jahr 2007 über Nanotechnologien hergestellt. Dies ergab eine Umfrage, an der mehr als 1.000 technische Fach- und Führungskräfte aus dem VDI teilnahmen. Mit 17,5 Prozent ruhen die meisten Hoffnungen auf nanotechnologisch gefertigten Produkten.

 

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