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Kompetenzatlas Photonik in Hessen

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Konfokales Mikroskop mit nm-Auflösung (Quelle: Leica Microsystems Wetzlar)

Unter Photonik verstehen wir heute mehr als unter dem Begriff "Optik", der in Verbindung mit Brillen, Mikroskopen und Ferngläsern steht. Der Begriff Photonik entstand in Analogie zur Elektronik: Bei der Elektronik verrichten Elektronen die Arbeit, in der Photonik sind Photonen (Lichtteilchen) im Einsatz. Im deutschen Sprachgebrauch wird häufig statt Photonik der Begriff "Optische Technologien" verwendet.

Den Optischen Technologien kommt heute eine Schlüsselfunktion bei der Lösung wichtiger technischer Fragestellungen zu, insbesondere in den Bereichen Verkehr, Mobilität, Gesundheit und Umwelt. Damit werden sie zu Schrittmachern für andere technologische Entwicklungen und Anwendungen wie etwa die Medizintechnik und Biowissenschaften, die Nano-Elektronik, die Kommunikationstechnik und die Produktionstechnik. mehr dazu

Optische Technologien haben für Deutschland höchste Bedeutung und Deutschland steht in ausgewählten Bereichen der Photonik bereits an der Weltspitze. Beispiele hierfür sind die Materialbearbeitung mit Lasern, die höchstauflösende Mikroskopie im Nanometer-Bereich, die optische Präzisionsmesstechnik und die Biophotonik. Deutschland hat ein enormes Potenzial, auch in anderen Bereichen der Optischen Technologien an die Weltspitze vorzudringen. Auf dem Gebiet der Optischen Technologien ist Deutschland in einer sehr günstigen Situation. Wir haben international führende und wettbewerbsfähige Unternehmen und ebenso bedeutende Anwenderbranchen. mehr dazu

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Lage und Anzahl der Optikfirmen in Hessen (Quelle: Hessen-Nanotech / Optence)

Optische Technologien in Hessen

In Hessen finden sich ca. 170 Unternehmen, die den Kernbereichen der Optikbranche zugeordnet werden können (Stand: 2009). Sie fertigen und entwickeln optische Komponenten oder optische Systeme, Lichtquellen und Laser oder sind im Bereich der Bildverarbeitung, der Messtechnik bzw. der Materialentwicklung für die optische Industrie tätig: Vom Rohstoffhersteller (z.B. Merck, der weltweit führende Hersteller von Flüssigkristallen) bis zum Systemanbieter (z.B. Vitronic Wiesbaden).

Hessenweit hat die Optikbranche im Jahr 2007 ca. 3 Mrd. Euro erwirtschaftet. Die Dynamik wird im Wesentlichen von kleinen und mittelständischen Unternehmen getragen, von Firmen, die mit hochinnovativen Produkten und Technologien den Weltmarkt mitbestimmen und oft sogar anführen.

Wetzlar in Mittelhessen gehört zu den führenden Optikregionen weltweit. Im Umkreis von Wetzlar finden sich 70 Optikunternehmen, die zum Teil auf langjährige Erfolgsgeschichten zurückblicken können. In Wetzlar findet sich vor allem die "klassische Optik" mit der Fertigung hochpräziser optischen Komponenten und der Entwicklung komplexer Optiksysteme. Weltbekannte Beispiele sind Leica Camera, Zeiss oder Leica Microsystems. Über zwei Drittel aller weltweit gefertigten Optikmaschinen kommen aus dem Raum Mittelhessen.

Über Wetzlar hinaus sind eine ganze Reihe von Optikunternehmen in Hessen verteilt, die im Wesentlichen andere Arbeitsschwerpunkte als die Unternehmen in Mittelhessen haben. In Darmstadt, Frankfurt und Rodgau finden sich Materialhersteller (z.B. Evonik und Merck), Unternehmen aus dem Bereich der Vakuumtechnik sowie Laserfirmen und Unternehmen, die in der optischen Messtechnik aktiv sind.

Eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Nutzung der Optischen Technologien ist eine enge Kooperation und Verzahnung zwischen Industrie und Wissenschaft. Erfolgreiche Innovationen bedürfen der Vernetzung von Akteuren über die einzelnen Fachgebiete und die üblichen Kooperationsprojekte hinaus. Dazu wurden in den letzten Jahren mit der Hilfe von Bund und Ländern neue fachübergreifende Strukturen in Form von Netzwerken gebildet, in die auch Akteure wie Investoren, Marketingexperten, Bildungsinstitutionen, Transfereinrichtungen, Körperschaften des öffentlichen Rechts und viele andere eingebunden sind. Zur Vernetzung der hessischen Akteure innerhalb des Landes und darüber hinaus will der Kompetenzatlas Photonik in Hessen beitragen.

Im Bereich der Forschung finden sich in Hessen mehrere Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die Auftragsforschung auf dem Gebiet der Photonik anbieten. Neben den Universitäten in Kassel, Marburg, Gießen, Frankfurt und Darmstadt stehen die Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Gießen, Friedberg, Wiesbaden (Standort Rüsselsheim) und Darmstadt zur Verfügung. Entsprechende Arbeitsgruppen an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen können im Forschungsfinder Hessen unter www.forschungsfinder-hessen.de recherchiert werden. Einen Überblick über die Forschungs- und Lehrangebote im Bereich der Optischen Technologien an hessischen Hochschulen bietet auch die Broschüre "Kompetenzatlas Photonik in Hessen", die bei der Technologielinie Hessen-Nanotech unter www.hessen-nanotech.de/veroeffentlichungen erhältlich ist.


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Broschüre
"Kompetenzatlas Photonik in Hessen"

Der 2010 erschienene zweisprachige Atlas (deutsch/ englisch) komprimiert auf 125 Seiten die Profile und weiterführende Informationen zu Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen in den modernen optischen Technologien.

Die Broschüre kann hier in elektronischer und gedruckter Fassung bezogen werden.

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Datenbank "Kompetenzatlas Photonik in Hessen"

Die Kompetenz­datenbank "Kom­pe­tenz­atlas Photonik in Hessen" ermöglicht die Online-Recherche über rund 70 Profile hessischer Unternehmen der Branche Photonik/Optische Technologien.

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