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Kompetenzatlas Materialtechnologien in Hessen

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Materialtechnologie-Kompetenzen hessischer Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette

Wirtschaftliche Bedeutung der Materialtechnologien

Die Verfahren der modernen Materialtechnologie betreffen die drei Werkstoffklassen gleichermaßen, d. h. Metalle, Keramik, Kunststoffe und deren Verbunde. Sie gelten in der Chemie ebenso wie in der Schwerindustrie, für den mittelständischen Gießer oder Keramikhersteller ebenso wie für den kleinen Lohnbeschichter, oder - oft schon sehr produktnah - für die Komponenten-Zulieferer der heutigen Anwendungsbranchen Verkehrstechnik, Energie- und Umwelttechnik, Medizintechnik und Informationstechnik. An der Spitze der Wertschöpfungskette ist die Wertschöpfung besonders hoch. Als "verarbeitendes Gewerbe" im weitesten Sinn trägt die Materialtechnologie schon seit Jahrzehnten die deutsche industrielle Produktion zu mehr als 50%. Sie hat heute einen integrierten produktbezogenen Ansatz. Dabei ist sie zunehmend darauf angewiesen, individuelle Lösungen maßzuschneidern.

Die hessische Werkstoffbranche spiegelt die bundesweite Entwicklung wieder. Die vorliegende Erhebung ergibt für die Einstufung von über 450 hessischen "werkstoffschaffenden" Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette eine Zuordnung von 12% zur Herstellung, 28% zur Verarbeitung und 60% zur Komponentenfertigung. Das zeigt eine deutliche Tendenz zur produktbezogenen high-end Wertschöpfung durch die Werkstoffbranche bis weit in das Endprodukt hinein. Schwerindustrielle Strukturen und Großchemie-Anlagen, die klassischerweise für die Werkstoffbranche den Anfang der Wertschöpfungskette bestimmen, haben schon seit einiger Zeit in Hessen kaum noch eine Bedeutung. Die Branchen der Neuen Technologien, bei denen Werkstoffe eine strategische Rolle spielen, sind in Hessen hingegen überdurchschnittlich vertreten. Sie sind fast durchweg geprägt durch kleine Unternehmen und mittelständische Strukturen. Auch Einzelbetriebe der Großunternehmen, die sich mit den Neuen Technologien befassen, passen für sich genommen in dieses Bild.

Insgesamt erwirtschafteten werkstoffrelevante Wirtschaftszweige in Hessen 2007 eine Bruttowertschöpfung von 47 Mrd. EUR. Das sind 23% der gesamten Bruttowertschöpfung Hessens oder 7% der bundesdeutschen Bruttowertschöpfung auf diesem Gebiet. Von dieser Bruttowertschöpfung werden wiederum rund 50% über den Absatz im Ausland erwirtschaftet, sei es durch Export oder durch Niederlassungen und Lizenzfertigung vor Ort.


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Materialtechnologie-Kompetenzen nach Herstellung, Verarbeitung und Komponentenfertigung


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